über uns / about us

über uns: Wir sind die IG Club Kultur. Als Interessenvertretung und Interessengemeinschaft für Club Kultur setzen wir uns für alle damit verbundenen Belange ein. Wir vernetzen, artikulieren uns, beziehen Position und setzen uns für gute Arbeits- und Schaffensbedingungen, generell im Bereich Kunst und Kultur, und speziell in der Club Kultur ein.

Wir verstehen uns als aktive Mitspieler_innen im gesellschaftlichen Miteinander. Wir sind uns dessen bewusst, dass Club Kultur für viele eine unterschiedliche Definition hat. Daher nehmen wir keine engere begriffliche Absteckung vor. Alle, die sich als Teil dessen verstehen, sollen selbst ihren Zugang definieren.
Wir können und wollen uns jedoch selbst in diesem Feld von Kultur verorten. Dadurch, dass wir bestimmt und klar sagen, welche Positionen, Zugänge und Ansätze uns innerhalb dieses Bereichs wichtig sind.

Grundsätzlich gilt:

  • Wir sind ein Zusammenschluss und eine Plattform die österreichweit agiert. Wir vertreten die Interessen von den Club Kultur bezogenen Bereichen und organisieren uns hierfür in den folgenden Arbeitskreisen: Locations, Räume // Veranstalter_innen und Veranstaltungs- und Programmbezogenes // Djing // Technik und Infrastruktur // Soundsysteme // Bar & Verpflegung // Awareness & Security // Garderobe & Kasse // Outdoor, umsonst & draußen // Festivals // Hygiene & Sauberkeit // Dekoration // Performance & Kunst & Visuals // Gäste & Publikum
  • Wir sind kulturell und sozial divers. Wir stehen für eine offene, vielfältige und solidarische Clubkultur. Kommerzielle Interessen stehen dabei nicht an erster Stelle. Diese Clubkultur soll niederschwellig sein und neue Ausdrucksweisen erschließen.
  • Wir sind musikalisch divers. Viele von uns haben einen starken Bezug zu Techno und damit verwandten Genres. Aber beim Feiern haben viele Arten von Musik platz – daher verstehen wir uns als musikalisch inklusive und diesbezüglich nicht Genres gebundene Plattform.
  • Wir verstehen kulturelle Freiräume als wichtigen Beitrag für Stadt, Land, Bund und Gesellschaft. Freiräume ermöglichen das Experimentieren mit Musik und Kunst und die Entwicklung neuer Genres und Formen. Freiräume bieten Raum für eigene persönlichen Entfaltung und soziale Aushandlungsprozesse. Mit unserer Arbeit fördern wir emanzipatorische Praktiken und informelle Bildungsarbeit sowie generell gesellschaftliche Entwicklung.
  • Kulturelle Bewegungen kennen keine Grenzen und leben von transnationalen Beziehungen. Deshalb verstehen wir uns als Akteur_innen grenzenloser Kooperationen.
  • Wir vertreten eine Bandbreite von kulturellen Praktiken und versuchen diese Diversität in unserer Arbeit und unseren Forderungen zu berücksichtigen bzw. aufeinander abzustimmen.
  • Wir haben den Anspruch, mit unserer Arbeit solidarische und diskriminierungsfreie Räume der Begegnung zu schaffen. Wir positionieren uns klar gegen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Homo- Bi- Asexuell/Aromantisch- Trans- und Interfeindlichkeit / phobie, Rechtsextremismus, Gewalt und jegliche anderen menschenverachtenden Ideologien und Diskriminierungsformen.
  • Wir setzen uns für die kulturelle Teilhabe und Interaktion möglichst vieler Menschen ein. Niederschwelligkeit, Offenheit & Transparenz, sowie eine möglichst unbürokratische Handlung mit geringen finanziellen Hürden, erachten wir als essentielle Bedingungen dafür.
  • Wir sind Vereine, Gruppen, Kollektive, Einzelpersonen, Raumbetreibende und Betriebe.
  • Finanzielle Interessen stehen bei uns nicht im Vordergrund, sondern sind lediglich Mittel zum Zweck der Ausführungen. Wir sind uns über die Widersprüche des kapitalistischen Wirtschaftssystems bewusst und versuchen dem daraus entstehenden Druck entgegenzuhalten. Trotzdem sind wir immer wieder dazu gezwungen mit diesen Bedingungen zu leben und umzugehen. Denn auch Kultur muss finanziert werden.

Warum wir uns Gründen:
Aufgrund der Covid-19 Maßnahmen sind Menschen der Club/Nacht und Veranstaltungskultur dazu gezwungen, ihre Arbeit niederzulegen und so die Gesundheit der Gesamtbevölkerung mit zu gewährleisten. Als Teil der Club Kultur unterstützen wir einen solidarischen und achtsamen Umgang mit Gesundheit. Trotz umfangreicher Auffangnetze und Rettungspakete für Flugindustrie und andere Wirtschaftsteile, wird der Wirtschafts- und Sozialteil der Kultur nicht beachtet. Ebenso nicht, die vielen Personen, die prekär in der Kunst und Kultur um und im Club arbeiten. Vom Veranstalten im Freien oder in Räumen, Bookings, Raumgestaltung, Tontechnik, Soundsystemen, Promotion, Grafikdesign, Club betreiben, Hygiene gewähren, Garderoben betreuen, Sicherheit und Awareness aufbereiten. Es werden vielzählige prekäre Arbeitspositionen sowie wirtschaftliches, touristisches, künstlerisches und kulturelles Schaffen im Kontext Club Kultur nicht berücksichtigt und bei den Unterstützungsmaßnahmen rund um Covid_19 bisher nicht beachtet.

Dabei haben wir selbst Ideen, Lösungsansätze und Konzepte wie, im jeweiligen Kontext, auch in Zeiten einer Pandemie oder sonstigen Krise, unsere Arbeit möglich ist. Und dort wo sie, aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen nicht möglich ist, braucht es finanzielle Kompensation die uns Leben ermöglicht.
Es bedarf einer außerparteilichen Selbstvertretung der Gruppierungen Österreichs und einem Netzwerk, das für die Notwendigkeit von Kultur im sozialgesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Bereich einsteht. Daher Gründen wir die IG Club Kultur.

Einladung Mitglied zu werden:
Deshalb laden wir alle Personen und Gruppen ein, die sich als Teil von Club Kultur verstehen und sich im Selbstverständnis wiederfinden. Menschen, die vor der Corona-Krise an einem künstlerischen Freiraum gearbeitet oder sich beteiligt haben. Durch das Ermöglichen der Happenings oder durch das Teilnehmen an diesen. Wir schließen alle mit ein, die daran interessiert sind miteinander Club Kultur nachhaltig zu gestalten, ökologisch, gesellschaftlich, künstlerisch, kulturell, finanziell und sozial aufzuwerten.

In einer transparenten Form einer Interessengemeinschaft, solidarisch, kooperativ und bestimmt!

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